Jasmine in Japan: Tag 1 – Erste Erkundungen – Ueno, Katzencafé und Asakusa

Erste Erkundungen im Ueno-Park

Nach dem etwas nervenaufreibenden Hinflug war ich am nächsten Tag frisch ausgeruht und gesättigt. Und so war es dann Zeit für erste Erkundungen in der näheren Umgebung. Ueno hat ja so einiges zu bieten, und Asakusa war auch nicht weit, und so sollten das meine ersten Ziele werden.

Tips und Tricks

Zuvor gab es aber noch ein kleineres Problem zu klären: Ich hatte nur zwei Unterhosen und einen Satz Oberbekleidung in meinem Bord-Trolley. Shopping stand also auch auf der Liste, Zum Glück würde mir die Lufthansa ja die Kosten für die notwendigen Auslagen erstatten.

Ich fragte also Amber, wo es denn zum Einkaufen geschickt wäre. Schließlich sollte es ja auch nicht zu teuer werden, da ich ja immerhin in Vorleistung treten musste. Zum Glück gibt es direkt am Bahnhof Ueno auch eine Uniqlo-Filiale, und dort würde es sicher auch Damenkleidung in europäischen Größen geben. Amber zeigte mir ein paar Unterhemden aus den Heattech- und Airism-Serien. Das würde mir auch sonst ganz gut zupass kommen, dachte ich, denn so richtig gute Unterhemden hatte ich aktuell nicht. Am ersten Tag wollte ich mich auch nicht gleich in ein nativ-japanisches Shopping-Erlebnis stürzen. Uniqlo schien mir da ein guter Kompromiss zu sein.

Tips zum Bahnfahren gab Amber mir auch mit auf den Weg. Die Suica war ja voll aufgeladen, und so kompliziert würde es schon nicht werden.

Let’s go!

Ich machte mich also auf den Weg zum Park. Die obligatorische Plastiktüte für den Abfall hatte ich mit eingepackt. Für den Weg dorthin lohnte sich die Bahn nicht, und das Wetter war auch ganz gut. Nach etwa zehn Minuten war ich am Ziel, auch dank Google Maps und navigierte durch das Gewusel am Bahnhof. Schon auf diesem kurzen Weg fiel mir auf, dass auf Barrierefreiheit viel Wert gelegt wird: Blindenleitstreifen überall, akustische Signale an den Ampeln, die einem auch die Richtung signalisieren, funktionierende Aufzüge am Bahnhof – toll! Zum Glück wurde ich trotz des ungewohnten Linksverkehrs und der völlig chaotischen Radfahrer nicht überfahren.

Der Park war noch arg im Winterschlaf, es war aber trotzdem interessant. Die Eindrücke habe ich in einem separaten Post gesammelt:

Uniqlo – Shopping Teil 1

Okachimachi

Nun ging es aber tatächlich zum Einkaufen. Ich steuerte also die nächstgelegene Filiale an. Diese befindet sich in Okakimachi. Dort wuselte es dann wirklich – das Viertel ist ein einziger, riesiger Flohmarkt, und ich hätte dort wahrscheinlich bereits meine gesamten Souvenirkäufe erledigen können. Streetfood gab es natürlich auch überall, aber ich war noch nicht hungrig und wollte wirklich meine Einkäufe erledigen. Denn ich hatte gerade eine Benachrichtung bekommen, dass das Gepäck wphl erst am Sonntag ankomen würde. Das war mir dann doch etwas zu lang. Ich ließ mich aber von der Atmosphäre in dem Viertel mitreissen und schaute in viele Läden einmal rein und machte mir Notizen, dort an einem anderen Tag noch einmal vorbei zu schauen.

Okachimachi
Okachimachi

Shopping Spree

Uniqlo im Okachimachi Yoshiike Main Store
Uniqlo im Okachimachi Yoshiike Main Store

Im Uniqlo angekommen steuerte ich dann schnurstracks die Damenwäsche an und deckte mich mit diversen Slips und Hemdchen ein. Die Größe war leider eher ein Ratespiel, da die Wäsche natürlich eingeschweisst war. Da das Material aber recht dehnbar erschien und bei den paar Modellen im Aushang die Größen auch einigermassen zu passen schienen ging ich das Risiko ein.

Ein paar Marimekko-Socken fand ich auch, das überraschte mich etwas, aber dem konnte ich für den recht günstigen Preis nicht widerstehen, auch wenn sie etwas zu klein waren. Socken in Größe 40 oder mehr schien es (nicht nur dort) für Frauen nicht zu geben. Eine schicke Sport/Jogginghose griff ich auch noch ab, weil ich auch keine vernünftige Nachtwäsche hatte. Kleider und Hosen waren mir insgesamt zu klein und ausserdem konnte ich mich dort mit den Sachen die ich dabei hatte schon noch retten.

Gut gelaunt und einige 1000 Yen ärmer verließ ich den Laden. Schlauerweise hatte ich mir bei der Einreise gleich einen Eintrag samt QR-Code in den Pass erstellen lassen, der mir erlaubte, in vielen Läden steuerfrei einzukaufen. Das ging auch ganz unkompliziert, ich bekam gefühlt ein kleines Buch mit Belegen und Quittungen (die ich dann leider verlor – bye bye Rückerstattung) und war mit mir ganz zufrieden. Strenggenommen hätte ich die verpackte Kleidung wohl nicht anziehen dürfen. Aber ich dachte mir dass das echt niemand kontrollieren würde, schliesslich handelte es sich ja nur um ein paar Unterwäscheteile.